Vögel als Haustiere: Tipps für die Gartenhaltung
04. Okt, 2011
Man kann Vögel, hier Ziervögel, sowohl im Haus im Käfig, als auch im Freien in einer Voliere halten. Bevor man plant eine Voliere im Garten zu bauen, sollte man einiges beachten.
Grundsätze der Gartenhaltung
Zunächst einmal sollten Sie sich fragen, aus welchem Grund Sie Ziervögel im Garten halten wollen. Ist es eine Liebhaberei oder beabsichtigen Sie zu züchten? Die Gartenhaltung setzt Kenntnisse der entsprechenden Gesetze voraus, wie das Tierschutzgesetz, das Artenschutzgesetz, das Tierseuchengesetz und diverse Richtlinien zur Haltung von bestimmten Vögeln, zum Beispiel Papageien. Außerdem ist es wichtig, die Nachbarn über die geplante Anschaffung zu informieren. Je nachdem welche Tiere bzw. Vögel Sie züchten beziehungsweise halten wollen, kann das schon gewissen Lärm produzieren. Bei gemieteten Immobilien müssen Sie vorher den Vermieter um Erlaubnis fragen. Wollen Sie die Vögel züchten, ist es ratsam der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht, kurz AZ, beizutreten. Wenn Sie einen Vogel abzugeben haben, sollten Sie im Internet inserieren.
Haltung und Pflege der Ziervögel im Garten
Die Volierenhaltung ist eine modifizierte Form der Käfighaltung. Sie ist sowohl innen als auch im Freien möglich. Allerdings werden an die Voliere im Garten andere Ansprüche gestellt, da diese den Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Die Voliere sollte an drei Seiten vergittert sein, oben eine wetterfeste Abdeckung besitzen und eine ausreichende Größe vorweisen. Sie ist ein sogenannter begehbarer Flugkäfig. Im Tierschutzgesetz sind die Mindestanforderungen für Volierenhaltung beschrieben. Als Volierenvögel kommen eine Vielzahl von Arten in Betracht: Wellensittiche, Kanarienvögel, Finken-Arten, Papageien, sonstige Sittiche und Wachteln. Vorher sollten Sie sich allerdings darüber informieren, welche Arten miteinander harmonieren und wie wetterfest sie sind, es sei denn Sie verfügen für den Winter über eine Innen-Voliere. Die Voliere sollte so ausgestattet sein, dass sie keine Gefahr für Verletzungen bietet. Sie muss gründlich und gut zu reinigen sein und über mindestens drei Sitzgelegenheiten verfügen. Als Sitzstangen kommen Naturzweige und Holzstangen in Frage, die einen unterschiedlichen Durchmesser haben. Um Verschmutzungen durch Kot zu verhindern, sollten die Trink-, Bade- und Futtergefässe nicht unter den Sitzstangen angebracht werden. Die Voliere sollte außerdem über Nistgelegenheiten, Reserve-Behältnisse und einem Schutzhaus verfügen. Der Boden sollte idealerweise nicht aus Sand bestehen, besser sind saugfähige Materialien wie Hanfstroh und Buchenholzgranulat. Tropische Vögel Tiere sollten keiner Temperatur unter 10° C ausgesetzt sein. Die Tiere müssen regelmäßig vom Arzt untersucht und geimpft werden. Zur Fütterung können Sie das handelsübliche Körnerfutter verwenden.
Bild: panthermedia.net Michael Klenetsky

