Steckbrief Prachtsittiche: Der Schildsittich
01. Dez, 2011
Der Schildsittich gehört zu der Familie der Psittaculinae, also der Edelpapageien. Ausgewachsen erreichen sie eine Körperlänge von bis zu 40 cm und wiegen etwa 133 bis 155 Gramm. Außerdem diese Papageienart zeigt deutliche Erscheinungsunterschiede zwischen Männchen und Weibchen auf. Die männlichen Exemplare haben die Grundgefiederfarbe leuchtend grün, jedoch ist die Körperunterseite leicht gelblicher als die Körperoberseite. Ihr Scheitel ist blau, welches jedoch in Richtung Nacken immer verwaschener wird. Der Rest des Kopfes ist hingegen leuchtend gelb. Die Weibchen haben im Gegensatz zu ihren männlichen Artgenossen keine Gelbzeichnung. Ihre Gesichter sind bläulich grün und ihre Schenkel sind orange bis mattrot. Sie haben somit keine auffälligen Abzeichen. Im jungen Alter ähneln auch die Schildsittiche, egal ob Männlein oder Weiblein, dem Weibchen. Was jedoch bei beiden Geschlechtern gleich ist, ist der auffällig kurze Schnabel.
Das Verhalten
Im Gegensatz zu anderen Vogelarten, sind die Schildsittiche sehr soziale Tiere. Sogar in der Fortpflanzungszeit kann man nur selten Einzelpäarchen entdecken. Denn in dieser Zeit bilden sie meist Schwärme, wobei sie auch sonst selten in einem Schwarm unter 200 Stück unterwegs sind. Schildsittiche sind tagaktiv. Am aktivsten sind diese Prachtsittiche in den frühen Morgenstunden und am späteren Nachmittag. Während ihrer Ruhephase verweilen sie oft in den Baumkronen. Zu der Nahrung dieser besonderen Vögel gehören Früchte, Beeren, Nüsse, Nektar, Insekten und zum Hauptteil auch Grashalme. Ihre Nahrung suchen sich die Schildsittiche überwiegend am Boden zusammen. Häufig werden sie aber auch an den Rändern von Bäumen und Sträuchern fündig.
Die Fortpflanzung
Die nur in Australien vorkommenden Schildsittiche sind Höhlenbrüter. Diese Bruthöhlen findet man meistens weit über dem Boden. Da sie ihr Brutrevier nicht verteidigen wurden schon oft in einem Baum eine Vielzahl brütender Schildsittiche gefunden. Diese sogenannten Brutbäume befinden sich häufig in Nähe von Flüssen oder generell Gewässern. Forscher vermuten, dass die Schildsittiche immer dieselben Nisthöhlen benutzen. Um die Weibchen von ihrem Können zu überzeugen, machen die Männchen kurze und eindrucksvolle Schauflüge vor ihrer Angebeteten. Legt dann das Weibchen Eier, so sind es meistens dann vier bis fünf Stück. Nach dem Schlüpfen verweilen die jungen Schildsittiche noch circa 40 Tage, bevor sie das Nest verlassen.
Bild: panthermedia.net Martina Berg

