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Verstopfung bei Katzen

Hin und wieder kann es bei Katzen zu Verstopfung kommen. Du merkst das daran, dass deine Samtpfote sehr lange zum Lösen braucht, im schlimmsten Fall aber gar keinen Kot mehr absetzen kann. Wie wir Menschen in dieser Situation auch, bekommt sie dann natürlich Bauchschmerzen. Wie es am häufigsten zu Verstopfung bei deiner Katze kommen kann und wie du dagegen vorbeugen kannst, erfährst du hier.

Verstopfung bei Katzen

Ursachen und Vorbeugung

  1. Verfilztes Fell: Vor allem bei langhaarigen Samtpfoten kann das Fell verfilzen. Katzen putzen sich in der Regel sehr akribisch, indem sie ausdauernd ihr Fell belecken. Dabei nehmen die Tiere viele lose Haare auf. Diese werden oft als Haarball wieder ausgewürgt. Verirren sich nun zu viele Filzknötchen in den Magen-Darm-Trakt der Katze, kann dies zu einer Verstopfung, im schlimmsten Fall zum Darmverschluss, führen. Gerade bei langhaarigen Katzen ist regelmäßiges Bürsten deshalb Pflicht.
  2. Flüssigkeitsmangel: Katzen trinken generell sehr wenig. Bei einer hauptsächlichen Ernährung mit Trockenfutter musst du auf eine ausreichende Wasseraufnahme achten. Um Katzen zum Trinken zu animieren, eignet sich beispielsweise die im Handel erhältliche, laktosefreie Katzenmilch.
  3. Zu wenig Ballaststoffe in der Ernährung: Katzen sind zwar Fleischfresser, doch sie benötigen für ihre Verdauung auch Ballaststoffe. Ernähren sich Katzen von Mäusen, erhalten sie über den Magen- und Darminhalt der Beutetiere die notwendigen Anteile. Bei der Fütterung reiner Stubentiger musst du hingegen auf eine ausreichende Menge an Ballaststoffen im Futter achten.
  4. Psychischer Stress: Viele Katzen reagieren äußerst sensibel auf Veränderungen in ihrem Umfeld – sei es ein Umzug, der Verlust des Katzengefährten, die Aufnahme einer weiteren Katze oder eines anderen Tieres, die Trennung der Halter und dergleichen mehr. Dies kann ebenfalls zu Verdauungsstörungen führen. Viel Zuwendung und möglichst geregelte Tagesabläufe helfen den Katzen meist darüber hinweg. In schweren Fällen ist eine Beratung durch einen auf Katzen spezialisierten Verhaltenstherapeuten angeraten.
  5. Erkrankungsbedingte Verstopfung: Zahlreiche Erkrankungen können neben anderen Symptomen eine Verstopfung mit sich bringen. Dazu gehören u. a. Entzündungen im Bereich des Anus (z. B. Abszesse), akute und chronische Darmentzündungen sowie Kaliummangel (Hypokaliämie). Aber auch ein unfallbedingter Beckenbruch, ein Fremdkörper im Verdauungstrakt oder die Nebenwirkungen einzelner Medikamente können ursächlich sein. Sind die weiter oben genannten Auslöser ausgeschlossen, muss die Ursache unbedingt tierärztlich abgeklärt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Milch: Sollte die Katze kurzzeitig zu wenig Flüssigkeit aufgenommen oder aufgrund eines anderen Futters zu wenige Ballaststoffe bekommen haben, lässt sich die Verstopfung oft durch die Gabe normaler Kuhmilch lösen. Der in der Milche enthaltene Milchzucker (Laktose) wird von den meisten Katzen nicht verarbeitet und führt zu weicherem Kot.
  • Ballaststoffe: Durch das Anreichern des Futters mit Ballaststoffen wie Weizenkleie oder Flohsamen lassen sich leichte bis mittelschwere Verstopfungen meist ebenfalls lösen. Sollten diese Erste Hilfe-Maßnahmen nicht umgehend zum Erfolg führen, ist der Besuch beim Tierarzt dringend notwendig. Der Tierarzt wird die Diagnostik einleiten und die Katze durch einen Einlauf mit lauwarmem Wasser vom Kot befreien. In schweren Fällen muss der Kot operativ aus dem Darm entfernt werden.

Titelbild © nailiaschwarz / 123RF
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