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Hundenamen: Es muss nicht immer „Hasso“ sein

Das neue Familienmitglied zieht bald ein! Ein wundervolles Ereignis – und alle wünschen sich, dass es viele schöne gemeinsame Jahre werden. Da wäre nur noch eine Frage: Wie soll der Labradorrüde oder das Dackelmädchen heißen? Was passt zu ihm oder ihr? Und am schönsten wäre es natürlich, würden beim Rufen nach dem eigenen Hund nicht gleich noch zwei bis drei andere „Hassos“ oder „Bellas“ mitkommen …

Hundenamen: Es muss nicht immer „Hasso“ sein

Die beliebtesten Hundenamen sind mehr oder weniger zeitlos. In den letzten Jahren waren das für Rüden beispielsweise Lucky, Sam, Carlos, Buddy und Spike, für Hündinnen Nelli, Luna, Bella, Amy und Kira.

Heutzutage hören unsere Hunde auch zunehmend auf Menschen-Vornamen. Schon immer beliebt sind Max und Paul, Lotte und Paula. Doch auch Theo, Oskar, Bruno, Angie, Merle und Emma sind stark im Kommen.

Herr Müller-Lüdenscheidt geht Gassi…

Stell dir vor, du stehst im Wald und rufst nach „Fräulein Meier“, „Kowalski“ oder eben „Herrn Müller-Lüdenscheidt“. Dazu braucht es ein gewisses Maß an Selbstironie und -bewusstsein. Ob der Name zum Hund passt, ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium (Wobei ein selbstbewusster und gewitzter Dackelmann sicher kein Problem mit einem Doppelnamen haben dürfte!

Namen von Stars, Künstlern, Romanhelden und Filmfiguren bieten ebenfalls eine große Bandbreite an nicht ganz alltäglichen Namen für Hunde. Kylie, Brad oder Shakira, Dumbledore, Gremlin oder Hobbit, Picasso, Dali oder Gucci – es gibt nichts, was es nicht gibt.

Namen aller Herren Länder

Die wachsende Zahl von Hunden aus dem Auslandstierschutz vergrößert die Qual der Wahl. Zum bekannten spanischen Pablo gesellt sich heute ein Paquito oder eine Mielita. Aus Ungarn kommen Farkas, Kicsi und Halika; aus Italien stammen Misio, Umberto und Antonella.

Schöne Namen mit tieferer Bedeutung

In den letzten Jahren hat sich der Wunsch nach einem Namen, der wirklich etwas Besonderes ist, dem Wesen des Hundes entspricht oder durch den ihm eine bestimmte Eigenschaft „mitgegeben“ werden soll, verstärkt.

Eine nahezu unerschöpfliche Quelle stellen keltische, griechische, lateinische und ganz besonders indianische Namenslisten dar, die die Bedeutung der Namen erklären und im Zweifelsfall Hilfe zur richtigen Aussprache geben, die gerade bei mehrsilbigen indianischen Namen nicht immer ganz einfach ist.

Hier einige Beispiele für keltische Namen:

  • Briano – tugendhaft
  • Egan – energisch
  • Ginessa – weiß wie Schaum
  • Sabia – süß

Ungewöhnlich und wunderschön, nicht wahr? Eine umfassende Übersicht über keltische Vornamen von 800 – bis 50 v. Chr. bietet etwa diese Seite: http://www.namen-namensbedeutung.de/Namen-Ueberblick/Keltische-Namen.html

Indianische Namen erfreuen sich vermutlich deshalb besonderer Beliebtheit, weil ihnen eine spirituelle Bedeutung zugrunde liegt, zum Beispiel

  • Asha – Hoffnung
  • Coogan – schwarzer Vogel
  • Halona – glückliche Zukunft
  • Inyan – Fels
  • Nita – Bär

Eine Übersicht findest du beispielsweise hier: http://www.moonlight-ferrets.de/indianische_namen/

Die Qual der Wahl

Die Auswahl des Namens für ein neues Familienmitglied triffst du am besten nach reiflicher Überlegung. Immerhin begleitet dieser Name seinen Träger und alle, die mit ihm zu tun haben, hoffentlich über viele, glückliche Jahre hinweg.

Die folgenden vier grundsätzlichen Tipps helfen dir hoffentlich ein wenig bei der Auswahl:

  1. Die Länge des Namens: Ideal sind 2-3 Silben. Einsilbige Namen lassen sich beim Abruf schlecht modulieren. Zu lange Namen werden schnell abgekürzt, weil sie, wenn es mal schnell gehen muss, zu umständlich sind.
  2. Kein Zungenbrecher: Nashashuk („lauter Donner“) klingt sicher schön, wird aber bei Freunden und Bekannten garantiert tausend Nachfragen zur Folge haben.
  3. Nicht gegen den Typ: Du würdest einen weißen Hund sicher nicht Blacky nennen. Einem zierlichen Windspiel den Namen Goliath zu geben, ist ebenso unpassend.
  4. Nicht gegen das Wesen: Da man Welpen wesensmäßig erst einmal ein wenig kennenlernen und beobachten muss, kann es ein paar Tage dauern, bis der „Nachwuchs“ zu seinem endgültigen Namen kommt. Das ist kein Drama, denn gerade junge Hunde gewöhnen sich sehr schnell um. So verhinderst du, einem eher vorsichtigen und zurückhaltenden Hund einen Namen zu geben, der eher auf einen Draufgänger passt. Übrigens kann man auch ältere Hunde „umbenennen“, wenn der Name zum Beispiel mit einer für den Hund unschönen Vergangenheit verknüpft sein sollte. Dazu nutzt du zunächst den alten in Verbindung mit dem neuen Namen (z. B. Arco-Harras). Im Lauf der Zeit kannst du dann den alten Namen (hier Arco) ausschleichen.

Der bevorstehende Einzug eines Hundes gehört zu den aufregendsten und freudigsten Dingen im Leben eines „Hundemenschen“. Wir wünschen dir viel Freude bei der Wahl des Namens für deinen Hund!

Titelbild © chalabala – fotolia.com
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